Silberpreis steigt: Silbermünzen bei fast allen Münzprägestätten nur noch mit Wartezeit

Deutsche und auch internationale Geldanleger setzen immer mehr auf Silbermünzen zur Geldanlage.

Steigen die Silberpreise auch weiterhin: ein gutes Geschäft, waren diese doch vor wenigen Jahren auf doppeltem Niveau wie der jetztige aktuelle Silberpreis von 14,13 Euro/oz (Stand 18.10.2015).

Münzprägestätten bei Silbermünzen AUSVERKAUFT

Für die meisten größeren Münzprägestätten ist die Nachfrage aktuell deutlich grösser als man auch im Dreischichtbetrieb produzieren kann, so haben wegen großer Nachfrage bereits die folgenden Münzprägestätten ein Allocationsverfahren für abnehmende Großhändler eingeführt:

  • US Mint
  • Royal Canadian Mint
  • Perth Mint
  • British Royal Mint
  • Münze Österreich / Austrian Mint

Ähnlich wie bei Aktien-Neuemissionen mit großer Nachfrage kommt es bei den Silbermünzen zu Überzeichnungen, d.h. es gehen bei den Münzprägestätten deutlich mehr Bestellungen ein als Waren zur Verfügung stehen.

Die Münzprägestätten arbeiten dann auch mit Zuteilungen, indem man nur Teilmengen zuteilt.

D.h. der Großhändler bekommt gar nicht die komplette bestellte Menge.

Teilweise werden auch Zeiträume festgelegt, in denen der Großhandel gar nicht bestellen kann.

Am Markt hat dies bereits zu einem Anziehen der Aufgelder über Silber bei einigen Produkten geführt.

Und dazu, daß einzelne Händler längere Lieferzeiten gegenüber dem Endkunden ausweisen müssen oder gar einzelne Produkte ganz aus der Bestellmöglichkeit genommen haben.

Alle Münzprägestätten beeilen sich einheitlich, zu betonen, daß dies nicht an einem Mangel an Silber liege, sondern schlichtweg daran, daß es das Silber nicht in der benötigten Form in ausreichender Menge gäbe.

Benötigt werden sogenannte Silber-Ronden, d.h. Münzrohlinge, auf denen die Münzen geprägt werden können.

Oder Silber-Zaine, im Prinzip flache Silber-Bleche, aus denen die Münzen gestanzt werden können.

Aber auch 1000-Unzen-Silberbarren sind mittlerweile am Markt knapp.

Man könne ohne Ende Silberzertifikate etc. am Markt kaufen, – wenn es aber darum gehe, daß man das Silber dann auch physisch ausgeliefert benötigt, wird es teilweise schwierig.

Dies führt zu schwierigen Situationen: So ist z.B. die staatliche amerikansiche Münzprägeanstalt US Mint gesetzlich verpflichtet, soviel Silbereagles an amerikanische Abnehmer zu verkaufen, wie nachgefragt werden.

Auch wenn man bei der Beschaffung von Münzrohlingen schon ergänzend auf Drittlieferanten ausweicht, da die eigene Produktion nicht ausreicht, so kann auch mit diesen zusammen aktuell die Nachfrage nicht mehr befriedigt werden, was immer wieder auch zu Beschwerden im US Kongress führt.

Weltweit werden aktuell die folgenden Silbermünzen von Kapitalanlegern am stärksten nachgefragt:

32,9 Millionen Silbermünzen verkauft

Im 3.Quartal 2015 wurde der Rekordwert von 32,9 Millionen Silberunzen in Form von Silber-Anlagemünzen verkauft, das ist ein Anstieg von 95% gegenüber Vorjahr. Die Verkäufe in Nordamerika stiegen dabei im Quartal um rund 74%, die in Europa um 72% , in Asien um mehr als 200%.