SILBERPREIS

87 Millionen Silberunzen fehlen am Silbermarkt – Silberpreis sollte 2015 steigen

Die Edelmetall-Analysten der Großbank HSBC beschäftigen sich nicht nur mit dem Silberpreis und dem Goldpreis, sondern natürlich auch mit der Silbernachfrage und Goldnachfrage, die ja ausschlaggebend für Preisentwicklungen ist.

Für das Jahr 2015 erwarte man, daß das Silberangebot von Minen fallen werde: Insgesamt rechne man bei der HSBC mit einem weltweiten Silberangebot von 1,025 Milliarden (!) Silber-Unzen, dem allerdings eine weltweite Silber-Nachfrage in Höhe von 1,112 Milliarden Silberunzen gegenüberstehe.

Demzufolge würden im Jahr 2015 87 Millionen Silberunzen fehlen.

Silberpreis dürfte durch Nachfrageüberhang steigen

Durch diesen Nachfrageüberhang sollte der Silberpreis steigen, konstatiert die HSBC.

Ein abschwächender US-Dollar könnte zudem den Silberpreis beflügeln.

Papiersilber-Spekulanten könnten Silberpreis bremsen

Gebremst werden könnte der Silberpreis-Anstieg allerdings durch Abflüsse aus ETFs, in denen Spekulanten auf Papiersilber setzten.

Bisher sei es vor allen Dingen zu Mittelabflüssen in Gold-ETFs gekommen, – bei Silber-ETFs könnten diese noch erfolgen.

Da man auch die Zinspolitik der US-Notenbank FED nicht abschliessend einschätzen kann, kommen die Analysten der HSBC in Sachen Silberpreis-Prognose auf einen nur vorsichtig höheren Wert für 2016 von 18,25 US$/oz.

Das wäre ein Silberpreis-Anstieg von 4,3% zum jetzigen Niveau.

Wenn am Markt tatsächlich 87 Millionen Silberunzen fehlen, wäre dies mehr als die Royal Canadian Mint und die Münze Österreich zusammen an Silber-Philharmoniker und Maple Leaf Silbermünzen im ganzen Jahr verkaufen.

Es bleibt abzuwarten, ob die Spekulanten, die lieber auf Silber-Optionsscheine, Silber-ETFs und sonstige Papier-Silber-Formen setzen, tatsächlich sich in nennenwertem Umfang von diesen papiernen Silber-Investments trennen und dadurch künstlich den Silberpreis im Anstieg bremsen.

Die physische Nachfrage nach tatsächlichem Silber sollte nach einhelliger Meinung der meisten Analysten das Angebot an Neuförderung aus Minen und das Altmetallangebot aus Recycling übersteigen.

Dies sollte dem Silberpreis in der Zukunft Stabilität und die Chance auf weitere Anstiege einräumen